Geierköpfe Westgipfel und Schönjöchl

Der Geierköpfe Westgipfel ist mit 2.149 Metern einer der markanten Gipfel im Ammergebirge und liegt eingebettet zwischen Plansee und Loisachtal. Trotz seiner Höhe zählt er nicht zu den meistbegangenen Bergen der Region und gilt daher als lohnendes Ziel für alle, die Ruhe und ein wenig Abenteuer schätzen. Ausgangspunkt der Rundtour ist der Plansee, von dem der Weg über abwechslungsreiche Steige, schattige Wälder und alpines Gelände hinauf zum Gipfel führt. Ein besonderes Highlight unterwegs ist das Schönjöchl, das mit einem eindrucksvollen Blick auf den See überrascht und sich hervorragend für eine Fotopause eignet.
Die Wanderung ist anspruchsvoll, erfordert gute Kondition, Trittsicherheit und Erfahrung auf teilweise alpinen Pfaden. Wer diese Voraussetzungen mitbringt, wird mit einer abwechslungsreichen Tour und weiten Panoramablicken bis zur Zugspitze belohnt.
- Länge:
12,9 km - Höhenmeter:
1280 hm - Höchster Punkt:
2170 m
- Dauer:
6,5 Stunden - Aufstieg:
3,5 Stunden - Abstieg:
3 Stunden
- Schwierigkeit:
schwer - Ausgangspunkt:
Parkplatz Musteralpe



Startpunkt und Anreise
Am unkompliziertesten erreichst du den Startpunkt mit dem Auto. Fahre zum Campingplatz Am Plansee und stell dich am besten auf den östlichen Parkplatz an der Musteralpe. Der kostet 6 Euro für den ganzen Tag – aber du bist direkt am See und kannst nach der Tour ins Wasser springen.
Wenn du lieber mit Bus und Bahn unterwegs bist: Von Ettal (ab Klostergasthof, ca. 40 Minuten) oder vom Bahnhof in Reutte (ca. 20 Minuten) bringt dich die Buslinie 9624 bis zum Hotel Forella am Plansee. Dort steigst du aus und startest deine Wanderung.


Aufstieg über die Musteralpe - steile Pfade, Drahtseile und Alpenrosen
Vom Parkplatz aus folgst du der Straße zur Musteralpe. Hier kannst du nach der Tour auch wunderbar einkehren. Kurz vor der Alpe zweigt eine Kiesstraße rechts in den Wald ab. Nach ein paar Kurven und wenigen Höhenmetern erkennst du auf der rechten Seite einen gelben Wegweiser, Aufschrift Geierköpfe. Ab hier beginnt ein schmaler Wanderweg, jedoch ist dieser nur für geübte. Zunächst folgst du diesem durch den Wald entlang der breiten Rinne. Der Weg wird immer steiler und schmaler, an den heikleren Steilen auch mit Drahtseilen versichert. Besonders im oberen Abschnitt verläuft der Weg ausgesetzt am Hang entlang und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.
Hast du die gesicherten Stellen überwunden, bleibt der Weg noch ein Stück ziemlich Steil aber weniger gefährlich. Danach folgt ein flacher und schattiger Abschnitt, perfekt um eine kurze Pause einzulegen. Vor dir siehst du schon dein heutiges Ziel. Der Weg führt erst ein kleines Stück bergab und dann wieder flach weiter über Waldwiesen. Es folgt ein kleiner Aufstieg und schon bist du an der Zwerchenberg Hütte. Diese ist zwar nicht bewirtet, jedoch kannst du am Brunnen Wasser nachfüllen.
Von der Hütte aus zweigt der Weg nach rechts ab. Der Weg wird immer schmaler und ähnelt schließlich eher einer Rinne. Es wird wieder ordentlich steil und kräftezehrend, aber schön ist es auch mit vielen Alpenrosen. Nachdem sich die Latschen lichten, eröffnet sich ein fantastischer Ausblick auf die Ammergauer Alpen und den Plansee. An der nächsten Weggabelung nimmst du den linken Pfad. Der rechte führt zu den anderen Spitzen der Geierköpfe, diese sind jedoch noch viel ausgesetzter.
Der letzte Teil des Aufstiegs wird noch steiler und führt über losen Schotter. Mit Wanderstöcken bist du hier klar im Vorteil. Ab und zu sind die Hände gefragt und du musst durch eine Felsspalte kraxeln. Achte außerdem gut auf die Wegführung, die manchmal nicht sofort erkennbar ist.


Oben am Geierköpfe Westgipfel: Panorama mit Zugspitze und Plansee
Oben angekommen, wartet ein beeindruckendes Panorama auf dich. Von der Zugspitze über die Hochplatte bis zum Thaneller reicht der Blick – und direkt unter dir liegt der Plansee. Rund ums Kreuz gibt es genug Platz für eine Pause, aber behalte deine Brotzeit im Auge: die Dohlen sind schneller, als du denkst.
Wenn du noch weiter willst, führt ein Übergang zum Hauptgipfel der Geierköpfe. Der ist allerdings noch schwieriger und nur etwas für wirklich erfahrene Bergsteiger.



Abstieg Schönjöchl Plansee Fotospot
Für den Rückweg folgst du dem selbigen Weg wie du gekommen bist bergab. Während des Abstieges hast du nochmals richtig schöne Ausblicke auf die Zugspitze. Du gehst wieder an der Zwerchenberg Hütte vorbei und zurück im Wald. Leider gibt es keine Wegweiser zum Schönjöchl aber man kann es trotzdem gut finden. Im Wald trennt sich der Weg. Der linke Abzweig führt dich direkt zum Fotospot.
Nach der Abzweigung gabelt sich der Weg erneut, führt jedoch wieder zusammen. Du folgst dem Weg weiter und passierst den Gipfel ohne Kreuz. Es geht wieder bergab und an der nächsten Gabelung hältst du dich rechts. Dieser Weg führt sich über Wurzeln zum Aussichtspunkt. Auch hier gilt, ausreichend Abstand zum Abgrund.
Nachdem du deinen Kameraspeicher erfolgreich gefüllt hast, drehst du um und gehst wieder das kurze Stück bergauf zur Gabelung. Jetzt biegen wir rechts ab und folgen dem Weg durch dem Wald. Der letzte Abstieg erfolgt nochmals etwas steiler über Serpentinen die Hangwiese hinunter bis zum See. Bist du am See unten angekommen, dann biegst du rechts ab und folgst der Kiesstraße zurück zum Parkplatz.
Unser Fazit zur Tour
Obwohl die Tour ziemlich kräftezehrend und stellenweise herausfordernd ist, war sie ein echtes Highlight für uns. Die Ruhe hat uns sehr gefallen, da nur wenige andere Wanderer unterwegs waren und wer gerne Fotos in der Natur macht, der kommt hier voll auf seine Kosten. An Sommertagen solltest du unbedingt Badesachen einpacken und dich nach der Tour abkühlen im Plansee.


