


Die Wanderung auf den Teufelstättkopf bei Unterammergau gehört zu den echten Klassikern in den Ammergauer Alpen. Sie führt über das idyllisch gelegene Pürschlinghaus (auch bekannt als August Schuster Haus) bis rauf auf den felsigen Gipfel mit beeindruckender Aussicht. Und als kleines Extra kann die Tour sogar durch die wildromantische Schleifmühlklamm starten – ein lohnender Umweg mit Wasserfällen, Holzstegen und frischer Bergluft.
Die Tour ist technisch mittelschwer und eignet sich für trittsichere Wanderer mit etwas Kondition. Der Gipfelanstieg erfordert an einigen Stellen Schwindelfreiheit, ist aber mit Drahtseilen gut gesichert. Ideal als Rundtour mit Einkehrmöglichkeit im Pürschlinghaus. In diesem Beitrag bekommst du alle Infos zur Route und ein paar persönliche Tipps obendrauf.


Startpunkt ist der Wanderparkplatz Pürschling in Unterammergau. Das Tagesticket kostet 7 Euro, dafür gibt es Toiletten und Infotafeln mit Kartenmaterial – ganz praktisch zur Orientierung. Am Wochenende kann der Parkplatz schnell voll werden, früh da sein lohnt sich.
Wenn du mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bist, nimm die Bahn auf der Strecke Murnau – Oberammergau und steig in Unterammergau aus. Von dort sind es etwa 25 Minuten zu Fuß bis zum Parkplatz.


Vom Parkplatz geht es zunächst über die Fahrstraße in Richtung Teufelstättkopf und Schleifmühlklamm. Der Weg steigt direkt an – alternativ kannst du durch die Schleifmühlklamm wandern. Dieser Abschnitt ist besonders abwechslungsreich und lohnt sich, gerade an warmen Tagen.
Nach einem kurzen, aber kräftigen Anstieg erreichst du die Schleifmühllaine. Hier folgst du dem Weg weiter bis zur nächsten Gabelung. Nun hast du zwei Optionen: Entweder über das Pürschlinghaus oder über die Kuhalm aufsteigen. Wenn du eine Rundtour planst, bietet sich der Weg über die Kuhalm an – dann kannst du später gemütlich beim Pürschlinghaus einkehren. Dafür querst du den Bach und hältst dich rechts auf der Fahrstraße.
Der Weg führt an einem kleinen See vorbei hinauf zur Kuhalm. Bis hierher ist auch eine Anfahrt mit dem Mountainbike möglich. Hinter der Alm wird der Pfad schmaler und deutlich steiler. In Serpentinen geht es durch den Wald bergauf. Schon bald öffnet sich der Blick und du erreichst offenes Gelände mit einem kleinen Kreuz auf einem Felsen – ein erster schöner Aussichtspunkt. Ab hier wird der Weg nochmals schmaler, Trittsicherheit ist gefragt. Bei Restschnee sind Grödel empfehlenswert. Der Pfad zieht sich über den Gipfelkamm und bietet dabei weite Ausblicke in alle Richtungen.


Du folgst dem Weg bis auf Höhe des Kreuzes, dann biegt der Pfad nach rechts ab und du querst eine kleine „Schlucht“ zum Gipfel – klingt dramatischer, als es ist. Die letzten Meter sind mit Drahtseilen gesichert, also kein Stress, aber ein bisschen Konzentration ist schon gefragt.
Oben angekommen wartet die Belohnung: Eine herrliche Aussicht auf das Voralpenland, die Ammergauer Alpen und die mächtige Zugspitze. Aber Achtung: Der Abgrund ist echt tief – bleib lieber auf sicherem Boden. Gegenüber vom Gipfel geht’s noch zu einem weiteren Aussichtspunkt. Ideal für eine gemütliche Brotzeit mit Panorama.





Der Rückweg führt dich erstmal wieder über den seilgesicherten Pfad runter. Nach ein paar Minuten kommt ein Wegweiser, und du biegst links ab. Bald tauchst du wieder in den Wald ein, und kurze Zeit später erreichst du das Pürschlinghaus. Dort kannst du nochmal rasten, etwas essen oder – wenn du magst – sogar übernachten. Weitere Infos zur Hütte findest du hier.
Für den Abstieg hast du zwei Optionen: Entweder du nimmst die Fahrstraße oder den gemütlicheren Wanderweg, der links durch den Wald abzweigt. Der ist kürzer und verläuft angenehm schattig. Er mündet wieder in die Fahrstraße, und es folgt eine Abzweigung. Der direkte Weg bergab ist nochmal ordentlich steil und verläuft parallel zur Schleifmühllaine. Hier machen sich Wanderstöcke richtig bezahlt! Am Ende landest du wieder auf der bekannten Straße – von dort ist es nicht mehr weit bis zurück zum Parkplatz.
Der Teufelstättkopf begeistert mit einem großartigen Panorama und dem moderaten Aufstieg in unter 2,5 Stunden. Obendrein ist die Schleifmühlklamm ein wahres Erlebnis für Groß und Klein. Da aber die Tour auch bei andern Wanderern sehr beliebt ist, trifft man hier an sonnigen Wochenenden viele Gleichgesinnte.
Extra-Tipp von uns: Sehr guten Kaffee und Kuchen gibt es beim Aurhammer in Unterammergau
